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Was sind ETFs?

ETFs einfach erklärt

Die folgende Veranschaulichung gefällt mir besonders gut. Sie stammt allerdings nicht von mir, sondern vom Youtube Channel von  „Aktien mit Kopf“:

 

Ein ETF wird mit einem Blumenstrauß erklärt. Dabei symbolisiert eine einzelne Blume eine Aktie. Viele Blumen zusammen ergeben einen bunten Strauß und werden von einem Gummiband zusammengehalten. Das Gummiband entspricht einem ETF: Es bündelt die vielen Blumen = Aktien.

Foto von Elviss Railijs Bitāns
Foto von Elviss Railijs Bitāns

Eine offiziellere Ausführung: Die Bezeichnung „ETF“ ist eine Abkürzung steht für „Exchange Traded Fund“. Es handelt sich um einen Investmentfond, der die Wertentwicklung seines zugrundeliegenden Indexes wiedergibt. Ein solcher Index, der dafür die Basis bildet, kann z. B. der DAX sein.

Kaufst du also nur eine Aktie, investierst du dein Geld in nur ein einziges Unternehmen. Investierst du allerdings in einen ETF, investierst du gleichzeitig zahlreiche Aktien bzw. Unternehmen. Ein ETF bündelt also eine Vielzahl von Aktien.

Welche Aktien – es können aber auch Anleihen sein -  in einem ETF enthalten sind, gibt der zugrunde liegende Index vor. Da es viele verschiedene Indizes gibt, existieren auch zahlreiche, unterschiedliche ETFs.

Das macht ETFs so attraktiv

Foto von nattanan23
Foto von nattanan23

1. ETFs sind günstig

Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, erfordert ein ETF keinen (teuren) Fondsmanager. Stattdessen geschieht das Management passiv durch ein Computersystem. Das macht ETFs preislich besonders attraktiv und schließlich bleibt mehr Rendite übrig.

Ausnahme: Es gibt tatsächlich auch aktiv gemanagte ETFs, die aber wesentlich teurer sind. Diese werden z. B. in Schwellenländern gehandelt, wo keine passiven ETFs verfügbar sind.

2. Diversifikation = geringes Risiko

Kaufst du Aktien eines einzelnen Unternehmens und geht dieses pleite, ist dein Geld dahin. Investierst du aber in einen ETF und damit in sehr viele, unterschiedliche Unternehmen gleichzeitig, verringert sich das Risiko massiv. Im Falle einer Insolvenz eines einzelnen Unternehmens, wirst du durch die breite Streuung (=Diversifikation) kaum etwas davon bemerken.

3. Der Aufwand ist gering

Der Kauf von vielen Einzelaktien ist häufig nicht nur mit hohen Ordergebühren verbunden, sondern beansprucht auch einiges an Zeit. Investierst du in einen ETF, kaufst du in nur einem Vorgang automatisch Anteile einer Vielzahl an Aktien. Würdest du z. B. alle Aktien des ETFs MSCI World einzeln kaufen, müsstest du manuell 1600 Orders ausführen. Das macht die Geldanlage mit ETFs besonders komfortabel.

Foto von Dương Nhân
Foto von Dương Nhân

ETFs zum Vermögensaufbau

ETFs sind eine beliebte Methode zum langfristigen Vermögensaufbau. Langfristig meint eine Zeitspanne von mindestens 5, besser noch 10 oder sogar 15 Jahren. Es ist möglich einmalig eine Summe zu investieren oder einen ETF Sparplan einzurichten, der regelmäßig mit einem bestimmten Betrag zu bespart wird.

 

Das Geld für sich arbeiten lassen

Ziel ist es, das investierte Geld über einen langen Zeitraum für sich arbeiten zu lassen, d. h. Rendite zu erwirtschaften. Die Höhe der Rendite entspricht dabei der Wertentwicklung des zugrundeliegenden Indexes. Eine realistische Rendite bei ETF Sparplänen liegt im Schnitt bei 4-7% pro Jahr (nach Steuern). Die Formulierung „im Schnitt“ deutet bereits darauf hin, dass es immer wieder zu Kursschwankungen kommen kann: in einem Jahr fällt die Rendite besonders hoch, in einem anderen sehr niedrig aus. Das Investieren ins ETFs eignet sich daher nur zur langfristigen Geldanlage und sollte nicht mit Geld erfolgen, das zu einem absehbaren Zeitpunkt benötigt wird.