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Darum ist ein Vermögensaufbau ohne die Börse kaum möglich

Viele Menschen der Generation Y bzw. der Millennials - zu ihnen zählen jene, die zwischen den 1980er und den späten 1990er Jahren geboren wurden – haben von ihren Eltern noch beigebracht bekommen Gespartes auf dem Sparbuch anzulegen.

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Das gute, alte Sparbuch bietet heute keine Zinsen mehr

Auch meine Eltern waren zunächst vom Sparbuch überzeugt, da das Geld auf diesem sicher sei und es sich durch die Zinsen wie von selbst vermehren würde.  Ja, damals war ein Guthabenzins auf Sparbüchern tatsächlich noch Gang und Gäbe. Ebenso auf Tagesgeldkonten. Während das Sparbuch mittlerweile beinahe ausgestorben ist, sind Tagesgeldkonten immer noch sehr verbreitet. Und zwar nicht nur für den Notgroschen, sondern auch zur langfristigen Geldanlage.

Auch Tagesgeld ist zum Vermögensaufbau nicht mehr geeignet

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Die meisten Tagesgeldkonten sind zwar kostenlos, doch Zinsen gibt es auch hier inzwischen (fast) gar nicht mehr.  Und wenn wir doch noch ein Tagesgeldkonto finden, wo wir in den ersten Monaten nach Eröffnung noch 0,05% Zinsen oder so  auf unser Geld erhalten, klingt das zwar toll – reicht aber trotzdem nicht aus, damit unser Vermögen nicht an Wert verliert. Denn häufig außer Acht gelassen, wird dabei die Inflation. 

Inflation einfach erklärt

Inflation bedeutet nichts anderes als Geldentwertung: Vor einem Jahr konntest du zum selben Betrag mehr erwerben als es dir heute möglich ist. Steigende Preise von Jahr zu Jahr kommen also dadurch zustande, dass das Geld an Wert verliert.

Die Verbraucherpreise waren im März um 1,4% höher als Vorjahresmonat.* Hast du im März 2019 einen Betrag von 5.000€ auf einem Tagesgeldkonto zu 0% Zinsen angelegt, ist dein Vermögen im März 2020 rund 1,4% weniger wert. Wenn es nicht an Wert verlieren würde, würde die Summe 5.070€ auf deinem Konto betragen.

Vermeintlich „sichere“ Geldanlagen mindern den Wert deines Vermögens

Legst du dein Geld an, ohne dafür Zinsen zu bekommen, schrumpft dein Vermögen langfristig. Damit es wenigstens den ursprünglichen Wert beibehalten würde, sind Zinsen in Höhe der Inflationsrate notwendig.

 

Eine Geldanlage zu finden, die mindestens 1,4% Zinsen bietet bzw. deren Zinssatz sich an der Inflationsrate orientiert, ist mit klassischen, risikofreien Methoden nahezu unmöglich. Auch Festgeld ist kaum eine Alternative, da dafür in meisten Fällen bereits eine hohe Einlagesumme erforderlich ist. Außerdem sind auch hier Zinsen sehr begrenzt.

An der Börse kann dein Geld für dich arbeiten

Um den Wert deines Geldes nicht nur über einen längeren Zeitraum zu „konservieren“,  sondern ihm auch die Möglichkeit zur Vermehrung zu geben, bleiben eigentlich nur noch Anlageformen, die an die Dynamik der Wirtschaft, Wachstum, Angebot und Nachfrage gekoppelt sind: Immobilien, Rohstoffe, oder eben Aktien. Letztere werden nun einmal an der Börse gehandelt. Es ist zwar richtig, dass hier immer ein gewisses Risiko besteht. Doch selbst wenn als besonders risikoarme Variante ein ETF zur Anlage gewählt wird, kann von einer Rendite von rund 4-7% pro Jahr kalkuliert werden.

Schlusswort

Möchtest du also langfristig ein Vermögen aufbauen, sind Investments an der Börse auf lange Sicht immer noch die sicherere Methode als dein Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto versauern zu lassen, wo es Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr an Wert verliert.